ANALYSE-MÄRKTE-TRENDS
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Fahrzeuginterne Vernetzung – ein Lösung, um wachsende Komplexität zu meistern
Es gibt zwei Trends, die in der Automobilelektronik besonders
signifikant sind und weitreichende Änderungen in der
Entwurfsarchitektur hervorrufen. Zum einen ist das die fahrzeuginterne
Vernetzung, zum anderen sind es integrierte ECUs (Engine Control Unit).
Marktstudien stellen fest, dass die interne automobile Vernetzung
mindestens bis 2011 mit jährlich etwa 10% wachsen wird.
Daten-Netzwerke werden nach und nach die dicken, schweren und
fehleranfälligen Drahtverbindungen, die sich plump ihren Weg im
Fahrzeug bahnen ersetzen.
Denn sie ermöglichen es, eine bedeutend größere Anzahl
von Systemen miteinander zu verbinden - und dies mit
größerer Sicherheit und Zuverlässigkeit.
CAN, das ursprünglich eingeführte Netzwerkprotokoll, wird
weiterhin umfangreich spezifiziert werden. Dies gilt für die
Hochgeschwindigkeitsversion ebenso wie für die Fehlertolerante.
Man erwartet, dass CAN kontinuierlich mit dem expandierenden Markt
für Hybridfahrzeuge wächst. Diese Fahrzeuge erfordern eine
zuverlässige Vernetzung für die schnelle
Datenübertragung zwischen der Batterie und dem Ladesystem sowie
dem elektrischen Antrieb und dem Verbrennungsmotor.
Für geringe Übertragungsraten und lokale Anwendungen hat sich
LIN (Local Interconnect Network) als Protokoll durchgesetzt. Es ist
kostengünstiger und ermöglicht es daher, Fahrzeuge der
Kompakt- und Mittelklasse mit zusätzlichen Funktionen
aufzurüsten. Das treibt das Wachstum, was sich nicht nur
vorteilhaft auf die Netzwerkkomponenten auswirkt. Es bedeutet auch
einfachere ECUs, speziell für Ausstattungsmerkmale wie elektrische
Sitzverstellung mit sich anpassender Spiegeleinstellung oder
elektrische Fensterheber.
Unabhängig von diesen Entwicklungen wird FlexRay, das
Hochleistungsprotokoll, als das fahrzeuginterne Netzwerk der
Zukunft angesehen. Das gilt insbesondere für extrem integrierte
und zeitkritische Anwendungen. Beobachter rechnen in den nächsten
Jahren mit einem stetig wachsenden Markt, selbst nach 2020 noch.
Datenaustausch
Netzwerke, die den Datentausch mit Hochgeschwindigkeit hinreichend
absichern, sind der einzig gangbare Weg, die wachsende Zahl von
Kontrollsystemen zu unterstützen. Diese werden in zukünftigen
Automobilen für Fahren, Sicherheit, Abstimmung und Komfort
vermehrt Einzug halten. Andererseits sind es gerade die immer wieder
erweiterten Möglichkeiten solcher Datennetzwerke, die zur
Entwicklung von noch mehr Systemen führen: Solange sie den
kritischen Datenaustausch beherrschen, gibt es keine Veranlassung,
davon abzusehen. Das heute installierte fahrzeuginterne Netzwerk sorgt
bereits für die Datenkommunikation, die für praktisch die
gesamte Kontrolle aller mechanischen und elektrischen Funktionen
erforderlich ist. Die Bewegungen des Scheibenwischers und die
Beleuchtungskontrolle sind Beispiele dafür, genauso wie wichtige
Sensordaten zum Reifendruck, zur Kraftstoffversorgung und der
Kühlwassertemperatur. Die zur Zeit noch auf Kommunikation
beschränkten Netzwerkleistungen für ABS, Airbags,
Stabilitätskontrolle, werden erweitert werden müssen: Die
Datenmengen dieser Funktionseinheiten werden weiterzuleiten und zu
integrieren sein. Dies wird jedoch zwangsläufig zu einem anderen
Ansatz für die Architektur von Fahrzeugnetzwerken
führen.
Geräte für Unterhaltung und Information beginnen mehr und
mehr die Datennetzwerke zu beanspruchen, um den wachsenden
Anforderungen der mobilen Konsumentenelektronik gerecht zu werden.
Letztendlich bedeutet dies: Datenaustausch über das Netzwerk,
bewerkstelligt zwischen völlig unterschiedlichen Systemen und
Leistungsmerkmalen, wird die größtmögliche
Funktionalität ermöglichen. Als Beispiele dafür seien
nur GPS und Navigationssysteme angeführt, die mit
Sicherheitseinrichtungen, wie Warnsystemen bei Verlassen der Fahrbahn,
kommunizieren werden und dabei - unverzichtbar - über
Echtzeitdaten verfügen müssen.
Fahrzeuginterne Netzwerke sind schnell zu einer hochkomplexen, mit
Bezug auf die Anforderungen kritischen Systemaufgabe geworden.
Interoperabilität von ECUs über die Netzwerke ist eine
Schlüsseldimension für die Entwickler von
Automobilelektronik. Sie verlangt nach Unterstützung auf allen
Ebenen. Hier ist die gesamte Lieferkette gefordert, von den Herstellern
elektronischer Komponenten bis zu den Tier-1-Anbietern.
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