PRODUKTINNOVATION
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Freescale Semiconductor - 32-Bit MCUs
Neue Mikrocontroller für die Automobiltechnik
Optimierte 32-Bit MCUs der nächsten Generation tragen dem
Kostendruck von Chassis-, Sicherheits-, Instrumentencluster- und
Karosserieelektronik Rechnung.
Freescale Semiconductor hat sein Angebot an Mikrocontrollern (MCUs)
basierend auf Power Architecture weiter ausgebaut und adressiert damit
ein breites Spektrum von Automobilapplikationen, die 32-Bit-Leistung
benötigen. Das Unternehmen hat drei neue Automotive MCU-Familien
vorgestellt, die für Sicherheits-, Chassis-, Instrumentencluster-,
Karosserieelektronik- und Gateway-Projekte optimiert wurden.
Die drei auf einer 90-nm Technologie gefertigten Power Architecture
MCU-Familien wurden zusammen mit STMicroelectronics im Rahmen eines im
Januar 2006 ins Leben gerufenen gemeinsamen Entwicklungsprogramms
entwickelt. Die auf dem e200 Power Architecture-Kern basierenden
MCU-Produkte werden durch eine durchgängige, aus Hard- und
Software bestehende Supportlandschaft unterstützt.
Systementwickler können ihre Entwicklung durch die
Wiederverwendung von Code und Entwicklungstools vereinfachen und
beschleunigen.
“Die Power Architecture-Technologie etabliert sich als De-facto
32-Bit Standard für den weltweiten Automobilmarkt, denn die
Architektur gewinnt gerade in solchen Applikationssegmenten an Moment,
die außergewöhnliche Rechenleistung und Skalierbarkeit
voraussetzen,” erklärte Paul Grimme, Senior Vice President
und General Manager der 'Microcontroller Solutions Group' im Hause
Freescale. “Die drei neuen Produktfamilien sind für
rechenintensive Applikationen optimiert, mit deren Hilfe die
nächste Autogeneration noch sicherer, preislich attraktiver und
fahrerfreundlicher wird.”
Chassis- und Sicherheitslösungen
Die MPC560xP MCU-Familie von Freescale soll Automobilingenieuren dabei
helfen, Hydraulik- und Mechanikkomponenten durch leichtere elektrische
Systeme zu ersetzen, die nur dann Leistung verbrauchen, wenn sie in
Betrieb sind. Eine vermehrte Nutzung von elektrischen Systemen in
Automobilen trägt dazu bei, das Fahrzeuggewicht, den
Benzinverbrauch und auch den Ausstoß von Treibhausgasen zu
reduzieren. Die MPC560xP-Familie ist für automobile Chassis- und
Sicherheitsfunktionen wie Stabilitäts- und Sicherheitssysteme,
elektrische Lenk- und Bremshilfen sowie Hybrid-Powertrainsysteme
konzipiert.
Die MPC560xP-Bausteine sind mit schnellen A/D-Wandlern (ADC) und
Präzisionstimern ausgestattet, mit deren kombinierter Hilfe sich
elektrische Motoren effizient und bedarfsorientiert steuern lassen.
Eine auf dem Chip integrierte Cross Triggering Unit verwaltet das
Timing für Abtastvorgänge und sorgt so für eine
Steigerung der Systemeffizienz und eine Senkung der Systemkosten, da
die sonst üblichen, häufig auftretende Interrupts erst gar
nicht am MCU-Kern auflaufen. Das hoch auflösende 120MHz PWM-Modul
unterstützt wichtige Motorsteuerungsfunktionen wie
Totzeitausgleich und -korrektur oder eine intelligente Abschaltung im
Fehlerfall.
Der in der Automobilindustrie vorherrschende Trend, mechanische Systeme
durch elektromechanische zu ersetzen, setzt voraus, dass elektronische
Komponenten höchsten Sicherheitsstandards entsprechen. Die
MPC560xP-Familie hilft Automobilingenieuren bei der Realisierung von
Systemen, die wichtige Anforderungen in Bezug auf die funktionale
Sicherheit erfüllen - beispielsweise die IEC61508. Integrierte
Funktionen wie eine auf dem Chip integrierte Einheit zur Erfassung
auftretender Fehler sollen bessere Einblicke in den Status der MCU
ermöglichen. SRAM und Flashspeicher sind mit ECC-Funktion (Error
Correction Coding) ausgestattet. Zur Erfassung von Systemzuständen
wurden ein Temperatursensor und eine Taktüberwachung auf dem Chip
integriert. Darüber hinaus unterstützt die MPC560xP-Familie
das FlexRay™-Netzwerkprotokoll. Dieses gewährleistet eine
robuste und redundante fahrzeuginterne Kommunikation, die 10-mal
schneller abläuft als mit anderen Protokollen.
Elektronik für Instrumentencluster
Die MPC560xS MCU-Familie soll die nächste Generation von
automobilen Kombiinstrumenten unterstützen, für die
TFT-Displays (Thin Film Transistor) zum Einsatz kommen. Die einst
Fahrzeugen der Oberklasse vorbehaltenen TFTs sind mittlerweile auf dem
Vormarsch in Klein- und Mittelklassewagen. Die MPC560xS Produktfamilie
adressiert die Systemanforderungen, die anspruchsvolle
Instrumentencluster der Einstiegsklasse stellen, mit einer
kostengünstigen Single-Chip-Lösung zur direkten Ansteuerung
von TFT-Displays. Die MPC560xS-Bausteine unterstützen nicht nur
TFT-Displays in Instrumentenkonsolen, sie können auch analoge
Anzeigen und LCD-Displays (Liquid Crystal Displays) ansteuern.
In die MPC560xS MCUs wurde eine intelligente Display Control Unit (DCU)
integriert, die zur Ansteuerung von TFT LCD-Displays im WQVGA-Format
dient. Mit den internen Speicherressourcen lassen sich auch komplexe
Grafikinhalte (Bilder, Icons, Buchstaben, Schriften) auf einem
TFT-Panel darstellen. Grafikinhalte in Formaten bis zu HVGA (Half VGA)
können bewältigt werden, indem der Speicher mit Hilfe eines
QuadSPI (Quad Serial Peripheral Interface) für serielle
Flashspeicher erweitert wird. Mit der MPC560xS-Familie steht eine
skalierbare Lösung mit aktuell 1MB Flashspeicher zur
Verfügung. Diese Version wird derzeit bemustert, Versionen mit
größerem und kleinerem Flashspeicher sind für die
Zukunft geplant.
Karosserieelektronik und Gateway-Lösungen
Die MPC560xB MCU-Familie von Freescale bietet ein optimales Preis-/
Leistungsverhältnis für den Einsatz in zentralen
Innennenraumsteuergeräten, Gateways, Komfortfunktionen
(Türen, Sitze, Innenbeleuchtung), Sicherheitsfunktionen (passive
Schließsysteme, Wegfahrsperren, Reifendruckmessung) und
Lichtsteuerungen (Scheinwerfer, Bremslichter, Richtungsanzeiger).
Neben anderen Peripheriemodulen, die eine breite Palette von Funktionen
in vernetzten Innennenraumsteuergeräten abdecken, verfügen
die MPC560xB MCUs über auf dem Chip integrierte Module für
die Kommunikation über CAN (Controller Area Network) und
LIN™ (Local Interconnect Network). Die MPC560xB-Familie, die
zunächst mit 512KB erhältlich ist, wird in Zukunft noch mit
weiteren Flashoptionen angeboten. Entwickler können so bei Bedarf
auf leistungsfähigere Lösungen umsteigen. Der Befehlssatz der
MCUs wurde so konzipiert, dass der Codeumfang über VLE (Variable
Length Encoding) minimiert werden kann. Durch einen Mix aus 16-Bit- und
32-Bit-Befehlen können Ingenieure im Karosseriebereich den
benötigten Codeumfang deutlich reduzieren.
Umfassende Entwicklungsunterstützung
Die auf der Power Architecture-Technologie basierenden Automotive-MCUs
von Freescale werden durch eine umfangreiches Angebot an
Evaluationsboards und Softwaretools unterstützt, unter anderem
durch Compiler, Debugger und Tools für die Modellierung. Durch den
Zugang zu diesen ausgefeilten Werkzeugen reduziert sich die
Komplexität der Applikationsentwicklung ebenso wie die für
Debuggen und Validierung benötigte Zeit während der
Prototypen- und Softwareintegrationsphasen. Freescale bietet
Standard-AUTOSAR- und Motorsteuerungsbibliotheken an, mit deren Hilfe
Automobilingenieure die Entwicklungszeit verkürzen und die
Leistungsfähigkeit ihrer Applikation optimieren können.
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