
ANALYSE-MÄRKTE-TRENDS
-
Daumen hoch für einfache Bedienung
Das Nutzer-Interface wird mehr und mehr zum Unterscheidungsmerkmal
für die komplexen Geräte, die heute auf dem Markt sind. Bis
vor kurzem war Funktionalität das maßgebende
Erfolgskriterium. Produkte wurden nicht ersetzt, weil sie ausgedient
hatten oder verschlissen waren, sondern weil die nächste Version
mehr Leistungsmerkmale aufweisen konnte. Nun ist zumindest
unterschwellig und auf Teilgebieten eine Änderung festzustellen,
die sich auf ausufernde Komplexität zurückführen
lässt. Einfache Bedienung, intuitiv ausführbare Operationen
sowie innovative und dennoch effektive Nutzer-Interfaces bestimmen
heute vielfach den Trend.
Beispiele dafür sind das Cube Radio, das die Sender der Fläche, mit der es "nach oben schaut", zugeordnet einstellt, und das iPhone von Apple, das der Orientierung entsprechend Daten anzeigen kann. Die Technologie hinter diesen erstaunlichen Neuerungen interessiert den Verbraucher nicht (im vorliegenden Fall sind es auf MEMS basierende Beschleunigungsmesser). Genau dies ist der Punkt, den viele Unternehmen nicht verstanden haben. Seit Jahren sind die Ingenieure darauf fixiert, die Funktionalität zu erweitern, die Gerätegröße zu vermindern und - am wichtigsten - die Kosten zu senken. Wer sich nur darauf konzentriert, ein bestimmtes Design wieder zu verwenden oder auf bestehenden Plattformen aufzusetzen, wird kaum daran denken, wie wichtig einfache Bedienung ist. Es war eben vorherrschend, ähnliche oder abgeleitete Produkte schnell auf den Markt zu bringen.
Wenn man sich bei den Konsumprodukten vorrangig an den Menschen orientiert, die modebewusst und auf Technologie eingestellt sind, vergisst man schnell ältere und weniger auf Technologie abhebende Nutzer. Es ist jedoch so, dass die Bevölkerung in vielen westlichen Gesellschaften altert und dass die Menschen eher wohlhabend als die junge Generation sind. Dazu kommt, dass man in den sich entwickelnden Technologiemärkten weniger mit den Eigenheiten vertraut ist, die komplexe elektronische Geräte bei der Bedienung aufweisen. Sogar die Jüngeren rebellieren bereits gegen Minitastaturen mit vielen Zeichen und tief verschachtelte Menüs.
Aufkommende Technologien, wie z.B. NFC (near field communication) werden wohl auf breiter Basis Anklang finden, weil sie einfach zu nutzen sind. Bewegen Sie Ihre mobiles Gerät nahe an einem bestimmten Empfänger vorbei und es wird automatisch, scheinbar intuitiv wissen, ob Sie Waren bezahlen, das Theater besuchen oder geschäftlichen Kontakt mit einem Kollegen aufnehmen wollen. Wir werden zukünftig eine Menge mehr durch Gesten induzierte Erkennung erleben. Das kann Winken mit der Hand, Zeigen mit dem Finger, Wenden des Kopfes oder Bewegung der Augen einschließen. Damit lässt sich der Wecker aktivieren, die Senderwahl ändern oder eine Datenübertragung initiieren.
Einige Technologien für Nutzer-Interfaces, die schon vor Jahrzehnten entwickelt wurden, wie z. B. Touchscreen, Sprach- und Zeichenerkennung, erfahren eine Renaissance. Die ursprünglich schwache Akzeptanz dieser Verfahren wird durch ausgefeiltere audivisuelle und taktile Rückmeldesysteme, schnellere Antwortzeiten und elegantere Displays überwunden.
"Schauen und Fühlen" als Aufhänger
Designer schenken dem Nutzer-Interface mehr Aufmerksamkeit. Ein neuartiger Ansatz legt ein bevorrechtigtes operatives Umfeld fest, das in vielen Fällen durch die Kombination von Bewegungserkennung und Positionsfeststellung bestimmt wird. Es ist nicht die neue Technologie, die den Unterschied ausmacht, sondern intelligente Anwendung und Programmierung. Ideen, die dazu passen würden: ein Telefon bewegen, um eine Verbindung herzustellen und es mit dem Display nach unten ablegen, wenn es in den Energiespar-Modus wechseln soll. Multifunktionale Geräte müssen eine Vielzahl von Ausgabemöglichkeiten haben - Anzeigen, Ton, Vibrationen - , um die Aufmerksamkeit des Nutzers auf wichtige Informationen zu lenken. Die innovativsten Designer haben die heute verfügbare raffinierte Farbgrafik und Multifensterfunktionen für beeindruckende Effekte genutzt. Neue Initiativen sind auf dem Weg, um z.B. den Mausklick zu vermeiden.
Das Nutzer-Interface wird sich wohl zum Loyalitätsmerkmal entwickeln, derart, dass begeisterte Kunden sozusagen am Haken der bevorzugten "Schau- und Fühl"-Funktionalität eines bestimmten Anbieters hängen. Andererseits ist zu fragen, warum wir mehr als ein Jahrhundert nach der Erfindung der Schreibmaschine immer noch an der Qwertz-Tastatur herumfingern.
Beispiele dafür sind das Cube Radio, das die Sender der Fläche, mit der es "nach oben schaut", zugeordnet einstellt, und das iPhone von Apple, das der Orientierung entsprechend Daten anzeigen kann. Die Technologie hinter diesen erstaunlichen Neuerungen interessiert den Verbraucher nicht (im vorliegenden Fall sind es auf MEMS basierende Beschleunigungsmesser). Genau dies ist der Punkt, den viele Unternehmen nicht verstanden haben. Seit Jahren sind die Ingenieure darauf fixiert, die Funktionalität zu erweitern, die Gerätegröße zu vermindern und - am wichtigsten - die Kosten zu senken. Wer sich nur darauf konzentriert, ein bestimmtes Design wieder zu verwenden oder auf bestehenden Plattformen aufzusetzen, wird kaum daran denken, wie wichtig einfache Bedienung ist. Es war eben vorherrschend, ähnliche oder abgeleitete Produkte schnell auf den Markt zu bringen.
Wenn man sich bei den Konsumprodukten vorrangig an den Menschen orientiert, die modebewusst und auf Technologie eingestellt sind, vergisst man schnell ältere und weniger auf Technologie abhebende Nutzer. Es ist jedoch so, dass die Bevölkerung in vielen westlichen Gesellschaften altert und dass die Menschen eher wohlhabend als die junge Generation sind. Dazu kommt, dass man in den sich entwickelnden Technologiemärkten weniger mit den Eigenheiten vertraut ist, die komplexe elektronische Geräte bei der Bedienung aufweisen. Sogar die Jüngeren rebellieren bereits gegen Minitastaturen mit vielen Zeichen und tief verschachtelte Menüs.
Aufkommende Technologien, wie z.B. NFC (near field communication) werden wohl auf breiter Basis Anklang finden, weil sie einfach zu nutzen sind. Bewegen Sie Ihre mobiles Gerät nahe an einem bestimmten Empfänger vorbei und es wird automatisch, scheinbar intuitiv wissen, ob Sie Waren bezahlen, das Theater besuchen oder geschäftlichen Kontakt mit einem Kollegen aufnehmen wollen. Wir werden zukünftig eine Menge mehr durch Gesten induzierte Erkennung erleben. Das kann Winken mit der Hand, Zeigen mit dem Finger, Wenden des Kopfes oder Bewegung der Augen einschließen. Damit lässt sich der Wecker aktivieren, die Senderwahl ändern oder eine Datenübertragung initiieren.
Einige Technologien für Nutzer-Interfaces, die schon vor Jahrzehnten entwickelt wurden, wie z. B. Touchscreen, Sprach- und Zeichenerkennung, erfahren eine Renaissance. Die ursprünglich schwache Akzeptanz dieser Verfahren wird durch ausgefeiltere audivisuelle und taktile Rückmeldesysteme, schnellere Antwortzeiten und elegantere Displays überwunden.
"Schauen und Fühlen" als Aufhänger
Designer schenken dem Nutzer-Interface mehr Aufmerksamkeit. Ein neuartiger Ansatz legt ein bevorrechtigtes operatives Umfeld fest, das in vielen Fällen durch die Kombination von Bewegungserkennung und Positionsfeststellung bestimmt wird. Es ist nicht die neue Technologie, die den Unterschied ausmacht, sondern intelligente Anwendung und Programmierung. Ideen, die dazu passen würden: ein Telefon bewegen, um eine Verbindung herzustellen und es mit dem Display nach unten ablegen, wenn es in den Energiespar-Modus wechseln soll. Multifunktionale Geräte müssen eine Vielzahl von Ausgabemöglichkeiten haben - Anzeigen, Ton, Vibrationen - , um die Aufmerksamkeit des Nutzers auf wichtige Informationen zu lenken. Die innovativsten Designer haben die heute verfügbare raffinierte Farbgrafik und Multifensterfunktionen für beeindruckende Effekte genutzt. Neue Initiativen sind auf dem Weg, um z.B. den Mausklick zu vermeiden.
Das Nutzer-Interface wird sich wohl zum Loyalitätsmerkmal entwickeln, derart, dass begeisterte Kunden sozusagen am Haken der bevorzugten "Schau- und Fühl"-Funktionalität eines bestimmten Anbieters hängen. Andererseits ist zu fragen, warum wir mehr als ein Jahrhundert nach der Erfindung der Schreibmaschine immer noch an der Qwertz-Tastatur herumfingern.
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